Was tun gegen den Stellungskrieg im Schlafzimmer?


Frauen und Männer sind einander fremd. In Sachen Sexualität trifft diese Feststellung leider gleich in doppelter Hinsicht zu: Nicht nur, dass die männliche und weibliche Sexualität tatsächlich fundamentale Unterschiede aufweisen (und damit hier mehr Potenzial für Missverständnisse und Frustrationen gerade in Langzeitbeziehungen verborgen liegt als auf irgendeinem anderen Gebiet des gemeinsamen Alltags), sie ist auch oft das wichtigste Druckmittel und deshalb erste Opfer auf dem Schlachtfeld der heterosexuellen Beziehung.

Irgendwann findet man sich plötzlich statt als liebende Partner, die im selben Team spielen, als einander fremde und unversöhnliche Kontrahenten in feindlichen Schützengräben wieder: „Bekomme ich von dir nicht, was ich von dir will, dann bekommst du auch nicht, was du von mir willst - und ganz bestimmt nicht werde ich mit dir schlafen!“

Willkommen im Teufelskreis des Beziehungs-Monopolys ... und mittendrin im „Fremdenverkehr“


Fremdenverkehr beschäftigt sich mit der merkwürdigen Diskrepanz, unter der viele Partnerschaften heutzutage leiden: einerseits omnipräsenter Sex in Medien und Gesellschaft und eine nie gekannte Tabulosigkeit hinsichtlich des Themas Sexualität - aber nahezu völlige Flaute im eigenen Schlafzimmer andererseits. (Guter) Sex ist zweifellos nicht alles in einer Beziehung, aber ohne (guten) Sex gerät früher oder später beinahe immer selbst die beste Beziehung in eine schwere Krise. Laut einer aktuellen Studie ist in Deutschland nicht einmal die Hälfte der Befragten wirklich zufrieden mit ihrem Liebesleben.

Jede zweite Ehe wird hierzulande mittlerweile geschieden; Unzufriedenheit mit dem Sex ist dabei einer der häufigsten Trennungsgründe. Logisch, denn da in unseren modernen Zeiten weder wirtschaftliche noch gesellschaftlich-moralische Zwänge Paare mehr zusammenhalten — weshalb sollte man da auch auf Dauer in einer Beziehung verharren, in der ein so elementares menschliches Bedürfnis wie das nach Sexualität nicht (mehr) gestillt wird? Was aber können wir als Paar tun, um uns aus unseren Schützengräben wieder heraus und aufeinander zu zu bewegen - nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch sonst?

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